Nachwuchs auf der Siedlung!

Nachwuchs auf der Siedlung!

5 junge Füchse wurden gesichtet. Sie sollen im Glimmerweg 70 aber auch Glimmerweg 24 beheimatet sein.

Beißen Füchse?

Wenn ein Fuchs bedrängt wird und nicht fliehen kann, beißt er zu – weil er sich nicht anders zu helfen weiß. Er ist aber nicht stark genug und sein Biss nicht kräftig genug, um uns stark zu verletzen. Was tut man, wenn man von einem Fuchs gebissen wurde? Am besten sucht man sofort ärztliche Hilfe. Wenn ein Haustier gebissen wurde, lässt man die Wunde unverzüglich von einem Tierarzt untersuchen.

Übertragen Füchse Krankheiten?

Ja, Füchse können Krankheiten und Parasiten übertragen. Allerdings ist die Gefahr eher gering. Pro Jahr gibt es in ganz Deutschland nur 30-40 Menschen, die sich mit dem gefürchteten Fuchsbandwurm infizieren.

Haben Füchse Tollwut?

Tollwut ist eine Infektion mit Viren, die zu einer Gehirnentzündung führt. Sie äußert sich in Angst, Verwirrtheit, Lähmungen und Wutanfällen. Oft wird der Rachen gelähmt, so dass Schlucken nicht mehr möglich ist und sich Schaum vor dem Mund bildet. Derletzte Fall von Tollwut in Deutschland war im Jahr 2006. Also: Nein, in Deutschland haben Füchse keine Tollwut.

Rotfüchse sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben in kleinen Familien, die aus einem Rüden und einer Fähe (so nennt man das weibliche Tier) bestehen. Außerdem gehört der Nachwuchs zur Familie.

Ernährung:

Füchse fressen kleine Wirbeltiere, vor allem Mäuse, aber auch Ratten, Kaninchen, Eichhörnchen, Igel und Gänse. Manchmal ernähren sie sich auch von Fischen, Fröschen oder Würmern. Sie sind aber keine reinen Fleischfresser, sondern Allesfresser. Sogar Früchte wie Pflaumen und Himbeeren finden sie lecker. Manchmal gehört auch Aas zu ihrer Ernährung. Sie plündern den Abfall der Menschen.

Rotfüchse haben viele verschiedene Laute. Sie bellen, keckern, trillern, schreien, jammern, winseln und kreischen. Auf diese Weise verständigen sie sich mit Artgenossen, warnen sich gegenseitig oder begrüßen sich.

Rotfüchse halten weder Winterschlaf noch Winterruhe. Sie sind auch während der kalten Jahreszeit aktiv und durchstreifen ihren Lebensraum (in Städten bis zu 50 ha) auf der Suche nach Futter. Das dicke Winterfell hält sie dabei warm. Es wächst ab Oktober und wird im April vom Sommerfell abgelöst.

Fuchs gegen Igel

Wenn sich ein Igel zu einer stacheligen Kugel eingerollt hat, kann kein Tier ihm etwas anhaben. Abgesehen vom Fuchs. Er hat einen cleveren Trick: Er stupst den Igel vorsichtig mit seiner Pfote an und rollt ihn in den nächsten Teich. Das gefällt dem Igel natürlich überhaupt nicht. Er rollt sich wieder auf, um triefend an Land zu tapsen. Der Fuchs wartet jedoch am Ufer und kann ihn nun erbeuten.

Füchse täuschen Krähen

Auch Krähen und andere Aasfresser tappen dem Fuchs in die Falle. Die Vögel sehen einen scheinbar toten Fuchs und piksen ihn kurz mit ihrem Schnabel, um zu sehen, ob er wirklich nicht mehr lebt. Plötzlich „erwacht“ er aus seiner „Totenstarre“ und schnappt blitzschnell zu. In den sechziger Jahren hielt ein Tierfotograf diese Aktion aber auf Fotos fest und sie gilt seitdem als bewiesen.

Rotfüchse können über 2 m hohe Zäune springen.

Rotfüchse können gut schwimmen.

Füchse klettern über Wände oder Zäune, aber selten Bäume hinauf. Auf Bäumen gibt es für sie weder Nahrung noch Schutz (vor Bären und Adlern). Sie halten sich lieber am Boden auf.

Während der Jagd oder auf der Flucht kann ein Fuchs 50 km/h schnell rennen.

Füchse haben ein ausgezeichnetes Gehör. Sie können das leise Piepsen einer Maus in 100 m Entfernung hören.

Füchse können sehr gut riechen, jedoch nicht so gut wie speziell ausgebildete Spürhunde.

Füchse orientieren sich an dem Magnetfeld der Erde, um die Entfernung und die Richtung ihrer Beute zu bestimmen. Sie sind nicht die einzigen Tiere, die einen „Magnetsinn“ haben. Auch Haie und Schildkröten haben ihn. Bei Zugvögeln spricht man vom „Magnetkompass“.

Wie vertreibt man einen Fuchs?

Wer in seinem Garten häufig Besuch von einem Fuchs bekommt, kann folgende Tricks ausprobieren:

  • Ultraschallgerät aufstellen
  • Wassersprinkler mit Bewegungsmelder aufstellen
  • Glänzende Party-Ballons aufhängen

Fortpflanzung: Rotfüchse paaren sich einmal im Jahr, meistens im Januar oder Februar. Nach 50 Tagen bringt das weibliche Tier vier bis sechs Jungen zur Welt. Sie zieht sie in einem unterirdischen Bau auf. Nach zwei Wochen öffnen sie die Augen, nach vier Wochen können sie feste Nahrung fressen. Manchmal teilen sich Füchse ihren Bau mit einem Dachs oder anderen Tieren. In der Stadt ziehen Rotfüchse ihre Jungen auch in Gartenhäusern oder Garagen auf. Die meisten Jungen sterben im ersten Lebensjahr. 95 % werden nicht älter als vier Jahre.

Quelle: tierchenwelt.de